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Die Diethardter Kirche

Die heutige Kirche in Diethardt wurde 1738 anstelle des vorherigen Gotteshauses errichtet. Sie wurde im Dezember 1738 eingeweiht, der Innenausbau konnte zwei Jahre später abgeschlossen werden.

Die ohnehin schwierige Finanzierung verhinderte damals die Anschaffung einer Kirchturmuhr. Lediglich ein Stundenschlagwerk (jedoch ohne Zifferblätter) war zeitweise vorhanden. Selbst dieses fiel im ersten Weltkrieg, wie viele Kirchenglocken auch, der Munitionsproduktion zum Opfer. So mussten die Diethardter lange Zeit nicht nur ohne Uhr, sondern auch ohne Stundenschlag auskommen.

Die Diethardter Kirchturmuhr 1997 wurde die Idee für den Förderverein Kirchturmuhr Diethardt von Marianne Heuser-Steeg geboren. Der Verein sollte durch Spendensammlungen die Mittel zu beschaffen, um der Kirche eine Turmuhr zu stiften. Weitere Vorstandsmitglieder waren Claus Gunther Besier, Inge Wolf und Manfred Sopp. Nachdem der Verein als gemeinnützig anerkannt war, mussten etwa 20.000 DM aufgebracht werden.

Obwohl Besier zunächst an eine langwierige Aufgabe gedacht hatte, waren die finanziellen Mittel tatsächlich in weniger als drei Jahren zusammen. Die Firma Höckel in Flörsheim versah schließlich den sechseckigen Kirchturm mit einem Schmuckstück, das die Zeit mit drei Zifferblättern in verschiedene Himmelsrichtungen anzeigt und im 16. April 2000 eingeweiht wurde. Akustisch verkündet wird die Zeit zur vollen und zur halben Stunde.

Auch die Orgel war 1741 noch nicht vorhanden, sie wurde nachträglich eingebaut. Kirche und Orgel wurden in den Jahren 1960 bis 1962 renoviert.

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