Festgottesdienst am 6. November 2011 anlässlich der renovierten Schöler-Orgel in der Kirche von Diethardt

von Karl-Heinz Wolter

die Schöler-Orgel in Diethardt aus dem 18. Jahrhundert DIETHARDT. Mit dem strahlenden, festlichen Klang barocker Musik begann in der Diethardter Kirche ein Festgottesdienst. Anlass war die Renovierung ihrer Orgel, ein Instrument des Orgelbauers Schöler (1723-1793) aus Bad Ems.
„Es ist endlich so weit“, sagte Pfarrerin Mirjam Ambrozic. „Lange Zeit haben wir darauf gewartet, dass sie wieder erklingt. Dank und Freude drückt sie mit der Musik aus. Die Gemeinde kann nun mitschwingen in dem gleichen Rhythmus, der gleichen Harmonie und derselben Melodie bei ihrem Gesang, den die Orgel nun wieder begleiten kann.“
Dass die Orgel das nun wirklich wieder kann, dass der Orgelbauer Rainer Müller aus Merxheim bei ihrer Renovierung gute Arbeit geleistet hat, davon konnte sich die Kirchengemeinde nun überzeugen. „Obwohl die Orgel durch frühere Reparaturen und Wartungen klanglich und baulich verändert war, hat sie doch den Kern ihrer Identität und ihre Originalität erhalten“, sagte Müller. Befriedigung klang in dieser Aussage mit, und zufrieden war auch Dekanatskantor Markus Ziegler, der zusammen mit Ralf-Werner Kopp (Trompete, Piccolotrompete und Flügelhorn) und dem Gemischten Chor Eintracht Diethardt-Weidenbach den Gottesdienst musikalisch gestaltete und damit bewies, dass das Ziel jahrelanger Bemühungen erreicht worden war.
Fazit der Beteiligten an dem Projekt: Der Weg dahin mag beschwerlich gewesen sein, aber der engagierte Einsatz und die Überzeugungsarbeit des Kirchenvorstandsvorsitzenden Manfred Sopp, des Kirchenvorstandes, der Pfarrerin Ambrozic und auch der hiesigen Politiker Karl Peter Bruch und Matthias Lammert hatten Erfolg. Alle zogen mit: Kirchenverwaltung, Denkmalsbehörde und Zuschussgebern. So wurden die Finanzierung und Durchführung dieses Projektes möglich. Für eine so kleine Gemeinde wie Diethardt war das eine Aufgabe, die gelöst wurde, weil das Engagement und der gute Wille dafür vorhanden waren. Die Diethardter und Weidenbacher Kirchgänger können sich nun freuen.
Freude wurde an diesem Tage auch durch die Musik ausgedrückt: Werke für Orgel und Trompete von Georg Friedrich Händel, von Girolamo Frescobaldi, Giulio Caccini und Giovanni B. Viviani erklangen, und der Chor sang den Ambrosianischen Lobgesang (Herr Gott, dich loben wir) und “Nur Gott allein”.
Gegen Ende des Gottesdienstes nach dem Segen erklärte Orgelbauer Müller der Gemeinde die einzelnen Register der Orgel und der Dekanatskantor intonierte entsprechende Klangbeispiele. Man hörte es: Die Orgel klang tadellos, und die Musikvorträge zeigten, wie schön Musik in der Kirche klingen kann.